«Manege frei, denn jetzt kommen die traurigen Clowns, Sie sagen die Wahrheit, hältst du das aus?»

Nur für Verrückte

cof

Lieblingsgetränk: Ice Tee//
Favourite drink: ice tea

«Manege frei, denn jetzt kommen die traurigen Clowns

Sie sagen die Wahrheit, hältst du das aus?»

Ein Freund meinte einmal zu mir, mein Shirt sei so zugeknöpft wie ich selbst. Diesen Text hier schreibe ich oben ohne. Wem das bereits zu viele Informationen sind, der sollte auf die Lektüre des folgenden Seelenstriptease vermutlich verzichten.

 

es war nie nur die Angst zu sterben

es ist die Angst zu leben

bereit zu gehen bin ich nicht

bereit zu bleiben war ich nie

 

Vor vier Jahren habe ich diese Verse für meine Maturaarbeit zu Papier gebracht. Die Zeit ist vergangen; einiges hat sich verändert. Menschen sind gekommen und gegangen, das Gefühl ist geblieben. Ich fühle mich nicht wohl in dieser Welt. Ich gehöre nicht dazu, ich möchte auch gar kein Teil davon sein. Ich bin in der Schwebe zwischen Leben und Tod. Letztendlich sind wir das alle, auch wenn die wenigsten einen Gedanken daran verlieren. Wir gehen abends mit dem vermeintlichen Wissen ins Bett, morgen wieder aufzuwachen.

Ich bin ein Seiltänzer über dem Abgrund, der hin und wieder mit ihm liebäugelt. «Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.» Der Abgrund hat in mich hineingeblickt und ist mein ständiger Begleiter geworden. Das Wissen um seine Existenz ist manchmal tröstlich, manchmal lähmend, manchmal antreibend. Ich bin ein Selbstmörder im Sinne von Hesses Steppenwolf: Jemand, in dessen Vorstellung der Suizid die wahrscheinlichste eigene Todesursache ist, auch wenn es letzten Endes vermutlich nicht dazu kommen wird. Ich verspüre keine Todessehnsucht, auch wenn ich mich manchmal zu ihm hingezogen fühle. Ich möchte leben. Ich glaube nicht an ein Leben nach dem Tod, also ist das hier die einzige Chance, die ich erhalte, und ich bin nicht bereit, diese einfach wegzuwerfen.

Nicht alle Menschen können glücklich sein. Es wäre schön und ein anzustrebendes Ideal, aber unrealistisch. Es muss unglückliche Menschen geben, genauso wie es arme Menschen geben muss, damit andere in Reichtum leben können. Das ist die traurige Wahrheit. Die meisten Menschen mögen mich für krank halten, weil ich unglücklich bin. Sie haben von einem gesellschaftlichen Standpunkt aus wahrscheinlich recht; ich hingegen halte sie für abgestumpft und angepasst. Wir leben in einer Gesellschaft, die nur auf Profit und Produktivität ausgelegt ist. Wir werden 15 Jahre lang ausgebildet, nur um dann 50 Jahre zu arbeiten. Ist der Horizont der meisten Menschen wirklich so beschränkt, dass sie sich keine sinnvollere Beschäftigung vorstellen können für ihre kurze Zeit auf Erden? Wir werden stets auf morgen vertröstet und zwischendurch gibt es Ablenkung in Form von Ferien und Wochenenden. Abends ergötzt man sich an der Dummheit der Bachelorette-Kandidaten und ist selbst keinen Deut besser. Brot und Spiele.

Ich verstehe die Menschen nicht und fühle auch mich selbst unverstanden. Das hat zur Folge, dass ich zwar nicht alleine durchs Leben gehe, dafür aber einsam.

 

«Seltsam, im Nebel zu wandern!

Leben ist Einsamsein.

Kein Mensch kennt den andern,

Jeder ist allein.»

 

Ich habe stets Trost und Zuflucht in Büchern gefunden. Einerseits ist es eine Form der Realitätsflucht, andererseits kann ich mich oftmals mit den Protagonisten identifizieren und fühle mich so verstanden. Es ist tröstlich zu wissen, dass andere Menschen die gleiche Unzufriedenheit mit dem Leben und der Gesellschaft verspürt haben. Es gibt sicherlich auch jetzt genügend Menschen, die so denken und fühlen; es ist nur schwierig, sie zu finden. Es ist wohl, gelinde gesagt, nicht salonfähig, solche Gedanken in der Öffentlichkeit zu äussern. So laufen wir alle mit Masken durchs Leben, hinter denen wir unser wahres Gesicht verbergen. Vielleicht sollten wir uns alle mehr bemühen, hinter die Masken anderer zu sehen und die eigene von Zeit zu Zeit abzulegen.

 

leergeschrieben

leergelebt.

 

Only For The Madmen

«The stage is free because here come the sad clowns

They tell the truth, can you cope with the sounds?”

A friend once told me that my shirt is just as buttoned up as I am. I am writing this text shirtless. Whoever thinks that this is too much information already, should probably refrain from reading the following soul-striptease.

 

It has been never the fear to die

It is the fear to live

Not ready to leave

But ready to stay I never was

 

Four years ago, I wrote these words down for my Matura paper. Time has passed since then; some things have changed. People came and left but the feeling has always remained the same. I do not feel comfortable in this world. I do not belong here and I do not wish to be part of it. I am in this vacuum between life and death. In the end, I guess we all are, even though most of us do not lose a single thought on this. We go to bed every evening taking for granted that we will wake up again the next day.

I am a tightrope walker over the abyss, which I here and then ogle at. “And if you stare long enough into the abyss, the abyss stares back into you”. The abyss has indeed stared into me and has become my constant companion. The knowledge of its existence can sometimes be consoling, sometimes paralysing, sometimes motivating. I am a suicide in the sense of Hesse’s Steppenwolf. Someone, in whose mind suicide is their most probable cause of death but who will probably not go through with it, eventually. I do not feel any desire to die even though I do sometimes feel attracted to the thought of it. I want to live. I do not believe in a life after death. This is the only chance I am going to get and I am not ready to just throw it away.

Not all people can be happy. It would be nice and is indeed a noble ideal but still – it is an unrealistic one. There have to be unhappy people, just as there have to be poor people so others can be wealthy. This is the sad truth. Most people will think of me as sick because I am unhappy. From society’s perspective, they are probably right. I, however, think that they have just adapted and become indifferent. We live in a society that focuses on profit and productivity. We become educated for 15 years, just so we can spend another 50 years of our lives working. Does mankind really have such tunnel vision that they cannot think of a more sensible occupation for their short period on this earth? We get put off from day to day and in the time in-between one is offered distraction in the form of holidays and weekends. In the evening, we feast on the stupidity of the candidates of The Bachelorette, even though we are no better. Bread and circuses.

I do not understand the people and I feel misunderstood myself, too. In this way, I do not go through life alone but I do go through it pretty lonely.

 

“Strange to wander in the mist!

Life is loneliness.

No man knows the other

Everyone is alone”

 

I have always found consolation and a place to go to in books. In one way, it is a form of fleeing reality, on the other hand, I can identify with the protagonists and feel understood. It is consolidating to know that there are other people who have felt the same discontentment with life and society. There are certainly enough people who think and feel the same nowadays. It is just difficult to find them. Let’s just say that is not quite en vogue to share these thoughts in public. Like that, we all walk through this life with masks behind which we hide our true faces. Maybe we should try more to see behind the masks of the others and take off our own from time to time.

Run out of words

Run out of life.

„These illnesses, sadly, do not wither away but procreate“

Über die Komplexität der Psyche

mde

Lieblingsgetränk: Whisky//
Favourite drink: whisky

Die Psyche des Menschen ist ein Buch mit sieben Siegeln. Viele leiden oft ohne es überhaupt zu wissen. Die Erkrankung derselben äussert sich in verschiedenen Formen: Angstgefühle, Lustlosigkeit, das Gefühl ausgegrenzt und ausgestossen zu sein; man ist aggressiv gegen andere, selbst gegen Angehörige. Manchmal verliert sich die eigene Körperpflege total. Einige fühlen sich komplett aussichtslos, haben Selbstmordgedanken. Psychisch Kranke leiden zudem oft, ohne es zu wissen, auch in körperlicher Form, und so erfahren sie ihr Leid im doppelten Sinne. Kommt es zum Eklat, empfinden Angehörige oft schwere Schuldgefühle, die ungerechtfertigt und für sie kaum zu ertragen sind.

Eine der schlimmsten Erkrankungen ist sicherlich die Schizophrenie. Diese Krankheit beinhaltet eine ganze Reihe manchmal weniger schlimmer, manchmal verherendster Verhaltensweisen der betroffenen Kranken. Behandlungen erfolgen teilweise medikamentös, was gute Ergebnisse zeigen kann. In vielen Fällen aber ist eine Therapie bloss beschränkt möglich und führt teils nur zum Abdämpfen der Beschwerden. Das mag dem Patienten im täglichen Leben Erleichterung bringen und helfen, das – in einem gewissen Sinne – über ihn gefällte Urteil besser zu ertragen, muss aber nicht der Fall sein.

In unserer Familiengeschichte gibt es leider Betroffene in allen Generationen; und nicht nur von Schizophrenie: In den Urgrosseltern wie in den Familien der Grosseltern, sogar in den jüngeren Generationen. Solche Krankheiten verwachsen sich leider nicht, sondern pflanzen sich fort; Generation für Generation.

Schizophrenie: Eine psychische Krankheit, welche nicht, wie häufig fälschlicherweise angenommen, zu einer "gespaltenen" oder multiplen Persönlichkeiten führt, sondern sich vielmehr in sogenannten Positivsymptomen (Denkstörungen, Sinnestäuschungen, Wahn), Negativsymptomen (Affektabflachung, Apathie, motorische Defizite) und einer Reihe kognitiver Symptome (Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen) zeigt. Die Krankheit umfasst verschiedene Unterformen und viele individuelle Störungsbilder1.

About The Complexity of the Psyche

Man’s psyche is like a book with seven sigils. Many people suffer, often even without knowing it. A psyche which has become ill can present itself in different forms: feelings of anxiety and listlessness, a feeling of being excluded and cut out; one becomes aggressive towards others, even one’s own family. Sometimes, personal hygene is lost totally. Some can feel completely desperate and experience suicidal thoughts. Moreover, people who have a mental illness often suffer on a physical level, too, and because of this they hurt in more than just one way. If the person affected loses control completely, relatives will often feel a great deal of guilt, which is unjustified and very difficult to deal with for them.

One of the worst illnesses is certainly schizophrenia. It includes a whole lot of sometimes not that nasty, sometimes very wicked behaviours of the people affected. Treatment usually involves medicaments, which can lead to good results. More often than not, however, therapeutical sucess is rather limited and often just masks the actual symptoms. This may give some relief to the patient in their daily life and can help them endure the verdict that – in some sense – has been passed on them but not even that is always the case.

In our family, there are, unfortunately, people affected in all generations, and not just by schizophrenia: from the great-grandparents to the families of the grandparents, even people in the younger generations. These illnesses, sadly, do not wither away but procreate; from generation to generation.

Schizophrenia: a mental illness which does not lead to, as is often falsly assumed, a "split" personality or multiple personalities but rather manifests itself in a variety of positive (disordered thinking, delusions, hallucinations), negative (emotional poverty, apathy, motoric deficits) and cognitive symptoms (attention and memory disturbances). The illness encompasses various subforms and many individual symptom patterns2.

 

Quellen/ Sources:

1 „Schizophrenie“. Wikipedia, URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Schizophrenie [Letzter Aufruf: 03.09.2017].

2 „Schizophrenia“. Wikipedia, URL: https://en.wikipedia.org/wiki/Schizophrenia [letzter Aufruf: 03.09.2017].

„Calm down, what are you even worrying about?“

Vom Mühsal keine ängstliche Person und trotzdem ständig besorgt zu sein

dav

Lieblingsgetränk: Kaffee - oder doch Tee?//
Favourite drink: Coffee - or maybe tea?

Ich bin früher eigentlich nie ein ängstlicher Mensch gewesen, im Gegenteil: Mit 10 war ich die erste von meinen Freunden, die vom 10-Meter-Brett sprang. Mit 13 habe ich mir aus einer Laune heraus ein Tragus-Piercing stechen lassen, das eine bis heute andauernde Obsession mit Piercings einläutete – sehr zum Leidwesen meines Vaters. Und im Jahr meiner Matura schrieb ich einen an meiner Schule anscheinend bis heute noch bekannten Leserbrief, der wohl Schüler und Lehrer gleichermaßen in ihren Meinungen spaltete (hallo zusammen, ich bin’s!). Zugegebenermaßen: Meine Impulskontrolle war auch nie gerade die beste.

Nein, ich bin nie besonders vorsichtig oder ängstlich gewesen, schon gar nicht als Kind. Trotzdem sorge ich mich seit Jahren quasi permanent; und zwar meist wegen recht banaler Dinge. Beispielsweise habe ich ständig Angst, irgendetwas zu vergessen (und mag es noch so etwas Simples sein). Angesichts dessen, dass ich jeden Tag mindestens drei To-Do-Listen mit mir herumschleppe, mir alle Termine in eine Agenda reinschreibe, eine Erinnerungsnotiz im Handy trage und dazu mir das Ganze jeweils noch auf die Hand schreibe, ist das ein bisschen lächerlich. Aber es könnte ja sein, dass ich per Zufall meine drei To-Do-Listen, die Agenda und das Handy gleichzeitig verlöre, wer weiss. Ich fühle mich auch schon gestresst, wenn ich zwei Mal pro Woche Alkohol trinken soll/ will, weil diese fixe Idee in meinem Kopf verankert ist, dass man einfach nur einmal pro Woche Alkohol trinkt und basta (wieso auch immer). Es wird vor allem dann besonders absurd, wenn ich Angst habe, meine Haare zu schneiden, weil meine Mutter lange Haare mag, ich jede E-Mail mindestens fünf Mal kontrollieren muss, ehe ich sie absende («der Empfänger hält mich sonst sicher für einen totalen Idioten!»), und leichte Panik und Übelkeit in mir aufwallen, wenn ich feststelle, dass ich einmal zwei Tage nichts wirklich Sinnvolles getan habe. Das sind dann meist nicht die gloriosesten Momente in meinem Leben.

Im Allgemeinen sind Ängste und Sorgen nicht wirklich etwas Glorioses. Zwar macht man sich die meiste Zeit irgend in einer Form Sorgen über alles und jeden, doch vielfach sitzt die eigentliche Angst versteckt in den hinteren Winkeln deines Gehirns und chillt da ein bisschen rum. Meist ist ja auch alles so einigermassen unter Kontrolle und man schlägt sich so mehr oder weniger erfolgreich durch’s Leben. Zumindest solange man beständig seinen Ängsten nachgibt und das macht, was sie einem befehlen. «Sicherheitsverhalten» nennt sich das in der sterilen Fachsprache. Es wird dann problematisch, wenn aus irgendwelchen Gründen irgendetwas nicht nach Plan läuft oder man tatsächlich einmal gegen seine Ängste arbeiten und etwas tun sollte, wogegen eben jene Angst ständig mit einem lauten «NO» protestiert. Da ist dann die bis anhin aufgesetzte Coolness schnell mal weg und man selbst plötzlich ein ständig vor sich hin zitternder Haufen mit Atemproblemen und wackeligen Beinen (Nicht so toll). Das einzig Gute an der Sache ist dann auch, dass man je öfters je mehr lernt, wo die eigenen Grenzen liegen und wie man mit der ganzen Sache umgehen kann (Schon eher toll).

Ich habe bis heute noch nicht ganz herausgefunden, wie man das abstellen kann. Werde ich wahrscheinlich auch nie, wenn wir mal ehrlich sind. Vielleicht ist das auch ganz okay so. Oder, wie meine Therapeutin so schön sagen würde: «Ängste und Sorgen haben auch etwas Positives, die soll man gar nicht abstellen!» (jaja, sag das mal jemandem, der Panikattacken kriegen kann, weil er ein Kapitel im Studibuch nicht fertiglesen konnte, bevor es zur Arbeit geht). Ich bleibe aber positiv, dass es auch für Menschen wie mich da draussen irgendwo einen Platz gibt. Schliesslich kann es doch zum Beispiel ganz hilfreich sein, jemanden im Team zu haben, der einen jeden Tag 15 Mal daran erinnert, was man noch alles zu erledigen hätte, nicht?

Generalisierte Angststörung: Eine Form der Angststörung, bei welcher die Angst nicht situativ bedingt auftritt, sondern vielmehr frei flottiert. Zu den Sorgen in diversen Lebensaspekten (Sorgenbereiche können beispielsweise die Themen Familie, Finanzen oder Arbeit und Leistung umfassen) treten körperliche Symptome wie Schwitzen, Herzrasen, Atembeschwerden oder eine generelle Unruhe hinzu1.

The Struggle of Not Being an Anxious Person But Still Worrying All the Time

I was never an anxious person in the past, on the contrary: At the age of 10, I was the first of my friends to jump from the 10m diving board. At the age of 13, I got my tragus pierced on a whim, which has lead to an obsession with piercings that has not stopped to this day – much to the chagrin of my dad. And the year I graduated from highschool I wrote a letter to the editor of a local news paper, which probably divided both the students and the teachers in equal measure and is, apparently, still famous at my school to this day (hi everyone, it is me!). Well, let’s be honest: My impulse control has never been the best, either.

No, I have never been very catious or anxious, certainly not as a child. Nevertheless, I have been worrying about all kinds of stuff almost all the time for years now and ususally about very simple things, actually. For example, I am constantly afraid of forgetting something (and that can be something very stupid even). Considering that I usually carry at least three to-do-lists with me every day, that I jot everything down in my agenda, that I always have a memo on my phone and, in addition to all of this, even write everything on my hands, this is pretty riddiculous. But, you know, it is possible that I might accidentally forget my three to-do-lists, my agenda and my phone all at the same time, right. I also feel already stressed out if I want to or am supposed to drink alcohol more than once a week because there is this fix idea in my head that one should only have one drink per week and basta. It becomes especially absurd when I become anxious about cutting my hair because my mum likes long hair, when I have to re-read every e-mail I send at least five times before I can press the button («The recipient will certainly think I am a total idiot otherwise !») and when I get a slight feeling of panic and nausea when I realise that I have not really done anything sensible for the past two days. I have to admit that those are not exactly the most glorious moments in my life.

Anxiety in general is not something very glorious, actually. Even though one is basically worrying all the time in one form or another about everyone and everything, the actual anxiety itself usually hides in some corner of your brain, kinda just chilling out. After all, everything is usually more or less under control and you get on with life, sometimes more, sometimes less succesfully. Well, as long as you keep on giving in to your anxities and just do what they tell you to. This is what they call «security behaviour» in the sterile talk of psychology. It only gets problematic when something, somehow, does not quite go like planned or if you are actually, for once, supposed to do something which is a huge no-no for your anxiety filled brain. In these cases, the oh-so carefully put on coolness gets blown away in an instant and what you are left with is a constantly shaking, kind-of human thing with breathing problems and shaky legs (Not that great). The only good thing about these incidents, though, is that you learn where your own limits are and how you can find a way to deal with all of this (somewhat great).

To this day, I have still not quite found out, how to turn this off. I probably never will, if I am being honest. Maybe that is okay, though. Or, as my therapist would put it so nicely: «worries and anxiety can be something positive, you are not supposed to just turn them off!» (yeah, try saying that to someone who can get a panic attack just by not having finished a chapter of a text they are supposed to read before going off to work). Nevertheless, I will stay positive that there is a place out there, even for people like me. I mean, it can be pretty helpful to have someone be part of your team who reminds you of all the stuff you are still supposed to do 15 times a day, right?

Generalised Anxiety Disorder: An anxiety disorder where the anxiety is not confined to certain situations but rather floats around freely. The general worrying (areas that induce anxiety can include e.g. family, financial matters or work) is accompanied by a range of physical symptoms like sweating, heart palipitations, difficulties breathing or restlessness and nervousness2.
Quellen/ Sources:

1 „Generalisierte Angststörung“. Wikipedia, URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Generalisierte_Angstst%C3%B6rung [Letzter Aufruf: 03.09.2017].

2 „Generalised Anxiety Disorder“. Wikipedia, URL: https://en.wikipedia.org/wiki/Generalized_anxiety_disorder [Letzter Aufruf: 03.09.2017].

Na, hallo und danke fürs Reinschauen!

Willkommen!

Liebe Leser_innen

Zuerst einmal: Hallo und merci, dass ihr euch auf diesen Blog verirrt habt. Vielleicht war’s Zufall, vielleicht habe ich euch selbst hierhin gelotst – ich freue mich auf jeden Fall, euch begrüssen zu dürfen!

Mein Name ist Gina und ich betreibe diesen kleinen Blog. Im normalen Leben bin ich Philosophiestudentin an der Uni Zürich und Servicedüse. Daily Cup of Madness ist ein kleines Projekt von mir, das ich im Sommer 2017 gestartet habe; eine Idee, die aus zahlreichen Begegnungen an der Uni entstanden ist. Ziel ist es, einen Einblick in die Vielfalt und Verbreitung verschiedenster psychischer Leiden zu geben, von denen wir zwar mittlerweile alle irgendwie wissen, dass sie ziemlich häufig vorkommen, die aber immer noch verhältnismässig wenig Aufmerksamkeit erfahren – und denen deshalb nach wie vor viele falsche Informationen und ein grosses Stigma anhaften. Das Ziel ist es nicht, den Schweregrad und die damit eingehende Behinderung mancher psychischer Krankheiten zu verneinen, sondern aufzuzeigen, dass viele Betroffene nach wie vor normale Menschen sind und dass es Wege geben kann, mit einer solchen Krankheit umzugehen; dass die meisten nicht komplett und für immer verrückt sind, sondern man sie nach wie vor als das behandeln kann, was sie sind – Menschen. Hierzu bitte ich Personen, die ihre Erfahrungen mit psychischen Leiden gemacht haben – sei es als selbst davon Betroffene, als Angehörige einer solchen Person oder auf Grund des gewählten Berufs – ihre Erfahrungen mit mir zu teilen, welche ich hier wiedergebe. Die betroffenen Personen entscheiden hierbei selbst, in welcher Form sie dies tun möchten: So kann man sowohl mich persönlich treffen und mich anschliessend einen Beitrag darüber verfassen lassen als auch selbst einen Beitrag schreiben (Natürlich kann man auch etwas schreiben und mich treffen!). Die einzigen Bedingungen für das Verfassen eines eigenen Beitrags sind eine gewisse Länge bzw. Kürze (max. 4 A4 Seiten; bei Ausnahmefällen und Interviews auch längere Beiträge möglich) und ein gepflegter Umgangston (Keine ehrverletzenden Beiträge etc.). Ich redigiere selbst geschriebene Beiträge lediglich und stelle sie dann auf diese Seite.

Grundsätzlich sind alle Beiträge anonym gestaltet, auch wenn die Möglichkeit besteht, „sein Gesicht zu zeigen“ (wortwörtlich), wenn das jemand möchte. Das macht’s für alle Beteiligten leichter, ihre Geschichten zu teilen und nimmt allfällige Ängste und Vorbehalte. Um trotzdem ein kleines bisschen von der Neugierde zu befriedigen, die manch einer vielleicht beim Lesen verspürt, gibt’s jeweils – in Anlehnung an den Titel dieses Blogs – ein Foto der Hände der betreffenden Person mit ihrem Lieblingsgetränk sowie die konkrete Info, was dieses Lieblingsgetränk* denn nun wirklich ist. Mag vielleicht ein bisschen komisch wirken, aber das bin ich ja auch!

Das wäre dann mal für’s Erste das Wichtigste. Stay tuned und viel Spass beim Lesen!

 

Alles Liebe

Gina

 

*Bitte mitschicken, falls ein selbst geschriebener Beitrag eingeschickt wird und man mich nicht persönlich treffen möchte.